"Wir müssen zulegen, um zu bestehen"

Herren I: 

Der neue Trainer Sebastian Knäulein weiß um die harte Nuss, die es in der neuen Saison zu knacken gilt. "Wir müssen zulegen, um in der Landesliga zu bestehen", betont der Coach vor dem ersten Spiel. Es ist der Auftakt einer langen und sicherlich anstrengenden Saison - mit 38 Spielen und mindestens sechs Absteigern. "Im Moment kann ich das noch ignorieren, aber wir werden schon mehr tun müssen als in den Jahren zuvor", sagt Knäulein. Was aber überwiegt: die Lust aufs Kicken. Die Zwangspause im Fußball wegen der Corona-Pandemie sei eine harte Prüfung für die Sontheimer gewesen, in der Zeit habe "wirklich etwas gefehlt". Seit ein paar Wochen aber ist alles wieder machbar. Für Knäuleinwar die Eingewöhnungszeit auf seinem neuen Posten natürlich nur sehr kurz, kommt er schließlich aus Sontheim und kennt die meisten Spieler. Obendrein gab es in personeller Hinsicht keinen besonders großen Umbruch. Die einzigen externen Neuzugänge waren der Torwart Alois Reinelt und Abwehrspieler Joshua Leoff, außerdem Offensivmann Christian Frickinger. Aus der zweiten Mannschaft wurde noch Jan Merkle hochgezogen (der allerdings momentan verletzt ist) und aus der A-Jugend kamen Vincent Lanzinger und Domenik Baier in die Mannschaft. Verabschiedet haben sich bekanntermaßen die Renner-Brüder Manuel und Christoph. Alles in allem verfügt Knäulein über 23 Mann, doch ein 24. wird noch dazukommen. "Wir haben einen Stürmer verpflichtet, das ist nur noch nicht ganz durch", verrät der Trainer. Gut tun wird ihm ein weiterer Neuzugang für die Offensive allermal, fällt Marcus Mattick wegen seines Kreuzbandrisses schließlich aus. "Im Sturm sind wir recht dünn besetzt", findet der FVS-Coach. Immerhin: DIe Spieler, die er hat, haben eine gute Vorbereitung abgeliefert. Die Jungs hätten selbst zusätzliche Einheiten neben den Trainings organisiert und waren sehr engagiert. Zwar ging es nach der Pause recht zäh los, doch Woche für Woche sei eine Steigerung zu sehen gewesen. Morgen gegen Geislingen gilt es zu zeigen, dass Sontheim mithalten kann. Für Knäulein gehören die Geislinger zu den Top drei bis vier der Liga, also "ein richtiger Gradmesser" gleich zu Beginn. Im ersten Heimspiel wartet mit Aufsteiger Waldhausen dann ein Überraschungskandidat auf den FVS. DAs Ziel für die neue Saison dürfte klar sein. "Wir wollen unbedingt den Klassenerhalt schaffen."

Bericht: Heidenheimer Zeitung

Niederlage in der 2. Runde im Bezirkspokal

Herren II:

In der 2. Runde im Bezirkspokal war unsere Zweite beim SV Mergelstetten (Kreisliga A3) zu Gast. Auf dem Kunstrasenplatz in Mergelstetten hatten unsere Jungs kaum eine Chance und verloren am Ende mit 0:3.

Sieg in der 1. Runde im Bezirkspokal!

Herren II: 

In der ersten Runde im Bezirkspokal hatte unsere Zweite den Bezirksligisten TSG Schnaitheim zu Gast. Nach 90 torlosen, kampfbetonten Minuten bezwangen unser Jungs die Gäste im Elfmeterschießen. Alexander Danfi hielt den entscheidenden Elfmeter. Für den FVS verwandelten Dominik Schenk, Nico Mack, Michael Kastler, Daniel Straub und Michael Ludwig.

Ein großer Dank geht zudem an Thomas Spägele - Schiedsrichter der SGM Bächingen/Medlingen, der eigentlich als Zuschauer gekommen war und dann mitten im Spiel spontan für den verletzten Unparteiischen einsprang und die Partie inkl. Elfmeterschießen souverän beendete.

Ein Video zum entscheidenen Elfmeter findet ihr auf unsere Facebook-Seite: https://www.facebook.com/FVSontheim/videos/737413117039140/

zum Bericht der Heidenheimer Zeitung geht es hier: https://www.hz.de/sport/fussball-ostwuerttemberg/bezirkspokal-erste-runde-ist-gespielt_-tsg-schnaitheim-scheitert-an-fv-sontheim_ii-50630237.html

 

Tim Urban spendet Stammzellen

Und das Herz schlägt schneller

Fußballer Tim Urban vom FV Sontheim hat im Juni über die DKMS Stammzellen gespendet für jemanden, der in Australien lebt. Sein Bruder Dennis spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Den meisten Fans des FVS ist Tim Urban als äußerst schneller Offensivspieler bekannt. Mit 18 Jahren ließ er sich bei der DKMS registrieren. Die gemeinnützige Organisation, die ihren Sitz in Tübingen hat, vermittelt STammzellenspenden an Patienten, die an Blutkrebs erkrankt sind. Mitten in der Coronavirus-Pandemie bekam der 25-Jährige einen entscheidenden Anruf. 

Herr Urban, warum haben Sie sich überhaupt als Stammzellenspender registrieren lassen? 

Tim Urban: Mein Bruder Dennis ist vor sechs Jahren an Krebs erkrankt. Meine ganze Familie hat sich registrieren lassen. Er hat letztendlich aber keine Stammzellenspende gebraucht und die Krankheit dank Chemotherapie und Bestrahlung gut überstanden. Davor habe ich die DKMS nicht richtig gekannt.

Ist Krebs dann so richtig real geworden?

Ja, man erlebt hautnah mit, was es mit einem Menschen macht und wie schlimm diese Krankheit ist. Deshalb habe ich überhaupt nicht überlegen müssen, mich registrieren zu lassen. Sobald ich jemandem durch mehr oder weniger so eine Kleinigkeit helfen kann, muss ich nicht lange überlegen.

Wie bekommt man Bescheid, dass man als Stammzellenspender in Frage kommt?

Man bekommt einen Anruf und wird gefragt, ob man überhaupt noch dazu bereit ist, zu spenden. Ich war beim Arbeiten und habe zurückgerufen. Es war eine Tübinger Nummer, da habe ich schon gedacht, dass es die DKMS sein könnte. Beim Rückruf hat mein Herz schon stärker gepocht. Es war cool, dass ich wieder in Frage komme.

Wieder?

Vor zwei Jahren wäre ich auch schon fast in Frage gekommen, zu einer Spende ist es da aber nicht gekommen.

Was war der nächste Schritt?

Ein paar Wochen vor der Stammzellenspende musste ich für einen halben Tag zu einer Voruntersuchung ins Krankenhaus, wo ich noch einmal durchgecheckt wurde. An fünf Tagen vor dem Termin habe ich mir neun Spritzen mit einem Wachstumshormon geben müssen. Früher habe ich es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen können, mich selber zu spritzen. Wenn man aber weiß, dass es für einen guten Zweck ist, zieht man es natürlich durch. Bei der ersten Spritze war ich noch etwas zittrig, danach war es aber kein Problem mehr.

Wie läuft so eine Stammzellenspende denn ab?

Schon am Tag vor der Spende bin ich mit meinem Bruder Dennis, der als moralische Unterstützung dabei war, hingefahren. In der Nacht davor war ich aufgeregt und habe drei, vier Stunden geschlafen. Wegen Corona durfte mein Bruder nicht mit ins Krankenhaus und hat auf mich gewartet. Dann läuft es praktisch wie bei der Dialyse. Das Blut wird aus dem rechten Arm entnommen und läuft durch ein Gerät durch, in dem Stammzellen herausgefiltert werden. Über den linken Arm fließt das Blut wieder zurück. Bei mir hat es dreieinhalb Stunden gedauert. Danach war ich extrem glücklich, es ist ein Megagefühl. Aber auch ein bisschen K.o. Es ist so, als ob die ganze Last dann von einem abfällt. 

Was macht man sich dabei für Gedanken?

Ich hatte schon immer im Hinterkopf, dass man einem Menschen die Chance auf ein zweites Leben geben kann. Und habe gehofft, dass meine Stammzellen gut sind, dass der Patient die Stammzellen gut aufnimmt.

Bekommt man Informationen über den Empfänger?

Man bekommt Bescheid, wohin die Spende geht, in welches Land und ob es eine Frau oder ein Mann ist. Meine Stammzellenspende ist nach Australien gegangen. Nach zwei Jahren darf man sich, wenn beide Seiten einverstanden sind, persönlich kennenlernen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass man sich anonym - über die DKMS - Briefe schreiben kann. Ich bin natürlich schon neugierig. Vielleicht treffen wir uns, wenn hoffentlich alles gut geht, mal in Australien. 

Wie oft darf man denn Stammzellen spenden?

Ich bin nun zwei Jahre für die Person sozusagen reserviert, falls sie doch noch einmal Stammzellen benötigt. Danach ist es wieder offen. Die Chance ist aber natürlich gering, dass ich noch einmal als passender Spender in Betracht komme. Da muss ziemlich viel übereinstimmen. Man ist ja dann sozusagen ein genetischer Zwilling. 

Wie waren denn die Reaktionen auf ihre Stammzellenspende?

In meinem direkten Umfeld hat es natürlich jeder mitbekommen. Auch auf der Facebook-Seite der DKMS kam ein Beitrag über mich. Da gab es sehr viele Reaktionen, fast sechseinhalbtausend Menschen haben auf "gefällt mir" geklickt, zudem wurde der Post knapp eintausend Mal geteilt. Dadurch hoffe ich natürlich, dass möglichst viele Leute sich dafür registrieren lassen. Ich kann nur an die Menschen appellieren, es zu machen. Denn eigentlich ist es fast kein Aufwand. Ich frage aber nicht einzeln meine Mitspieler, ob sie sich nun haben registrieren lassen. Ich hoffe aber natürlich, dass ich so einen Anstubser geben kann.

Bericht: Heidenheimer Zeitung

Timi wir sind stolz auf dich!