Bezirksliga: Dämpfer im Aufstiegsrennen
24.03.2024
FV Sontheim I - SG Bettringen I 1:2 (1:1)
24.03.2024
FV Sontheim I - SG Bettringen I 1:2 (1:1)
24.03.2024
Herren II:
FV Sontheim II - SV Waldhausen II 7:0 (4:0)
Gegen den SV Waldhausen II sorgte unsere "Zweite" bereits im ersten Spielabschnitt für klare Verhältnisse. Zunächst sorgte Theo Funk in der 18. Spielmiute für den 1:0-Führungstreffer, ehe Caner Otabasi mit zwei Treffern und Timo Mühlberger binnen zehn Minuten auf 4:0 erhöhten (33.,35.,44.). Nach dem Seitenwechsel blieben zunächst viele Chancen ungenutzt, doch mit 2 weiteren Treffern durch Jonas Horsch konnte das Ergbnis auf 6:0 hochgeschraubt werden. In der Schlussphase sorgte Fabian Neidhardt in der 85. Minute mit seinem Treffer für den 7:0-Endstand.
17.03.2024
Herren II:
TSG Schnaitheim II - FV Sontheim II 2:4 (1:1)
Beim Drittletzten der Tabelle tat sich unsere "Zweite" auf dem Kunstrasenplatz anfangs schwer ins Spiel zu finden. Nach dem Rückstand in der 26. Minute gelang Luca Dörner noch vor dem Seitenwechsel in der 40. Minute der Ausgleichstreffer zum 1:1. Im zweiten Spielabschnitt begannen unsere Jungs druckvoll nach vorne und Pascal Walliser gelang kurz nach Wiederanpfiff der Führungstreffer zum 1:2 (47.). Die TSG Schnaitheim hatte auch Möglichkeiten und so fiel in der 56. Minute der Ausgleichstreffer zum 2:2. Für unsere Jungs hieß es dann in der letzten halben Stunde des Spiels: Nochmal alles reinhauen, um wichtige 3 Punkte aus Schnaitheim mitzunehmen. Nur fünf Minuten nach dem zweiten Gegentreffer war Johannes Funk zur Stelle und brachte den FVS mit seinem Treffer zum 2:3 wieder in Führung (61.). Rund 15 Minuten vor dem Spielende baute Steven Färber den Vorsprung auf zwei Tore aus. Nach anfäglichen Schwierigkeiten gewinnen unsere Jungs am Ende mit 2:4.
17.03.2024
Herren I:
Bericht: Jochen Gerstlauer, Heidenheimer Zeitung
Bild: Oliver Vogel, Heidenheimer Zeitung
Die TSG Schnaitheim kassiert eine herbe Klatsche gegen den FV Sontheim

Die einen kämpfen gegen den Abstieg, die anderen um den Aufstieg. Der Tabellenletzte und Gastgeber Schnaitheim hatte zuletzt mit zwei Erfolgen und Verkürzung auf drei Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz wieder große Hoffnung den Klassenerhalt zu erreichen. Nach dem Spiel gegen ambitionierte Sontheimer musste aber die Mannschaft von Trainer Erdal Kalin einen herben Rückschlag einstecken.
Nach den vielen Regenfällen zuletzt musste man auf den Kunstrasenplatz am Fischerweg ausweichen. Der Rasen auf dem Moldenberg war zu sehr aufgeweicht, um dort ein Spiel auszutragen. Die äußerlichen Bedingungen waren optimal und vor knapp 150 Zuschauern musste die TSG gleich nach vier Minuten die erste bittere Pille schlucken. Sontheims Angreifer Edis Yoldas zog aus knapp 18 Metern halblinks mit seinem starken linken Fuß ab. Der Ball ging an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Der vierte Saisontreffer des 32-Jährigen. Ohne großen Schock spielten die Schnaitheimer aber munter mit. Ein Unterschied war gegen personell stark dezimierte Sontheimer nicht zu sehen.
In der 38. Minute folgte eine Szene, die das Spiel letztlich entscheiden sollte. Felix Sparr lief aus abseitsverdächtiger Position aufs TSG-Tor zu und wurde von Schnaitheims Sebastian Holz zu Fall gebracht. Der junge Schiedsrichter gab die Rote Karte und Freistoß. Markus Heisele legte sich den Ball zurecht, da der Freistoßspezialist Daniel Gentner aufgrund seiner zweiten Vaterschaft nicht mit von der Partie war. Vor den Augen von Marc Schnatterer, der mit seiner Familie unter den Zuschauern weilte, versenkte Heisele den Ball zum 2:0. Der sechste Saisontreffer des 36-Jährigen.
Zum gebrauchten Tag kamen dann noch die Verletzungen von Sebastian Störrle und Torhüter Kevin Bauder in der 40. Minute dazu. Mit dem 0:2 war bei Unterzahl gegen starke Gäste schon eine Vorentscheidung gefallen.
Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Heisele mit seinem zweiten Treffer an diesem Sonntag. Von Elias Oberling schön in die Gasse geschickt, musste der Angreifer nur noch einschieben. TSG-Ersatzkeeper Brian Günther war zwar noch dran, konnte das 3:0 für den FV aber nicht verhindern. Der 22-jährige FV-Angreifer Jakob Gläser netzte in der 63. Minute zum 4:0 nach einer feinen Einzelleistung ein. Nachdem Luis May auf Seiten der Gastgeber in der 66. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, ging es für die TSG um Schadensbegrenzung. Tatsächlich hatten die Gäste ein Einsehen und schlugen nur noch einmal in der 75. Minute zu. Oberling drosch nach sehenswerter Vorarbeit von Heisele den Ball in die Maschen zum 5:0. Für den 24-jährigen Mittelfeldspieler der dritte Saisontreffer. Schnaitheim kämpfte aufopferungsvoll gegen eine höhere Niederlage und hatte sogar noch Chancen zum Ehrentreffer. Am Ende war es in doppelter Unterzahl mit 0:5 einigermaßen glimpflich ausgegangen.
Für TSG-Trainer Kalin war nicht die Niederlage das Ärgerliche, sondern der Verlust mehrerer Spieler: „Wir waren so gut drauf und jetzt muss ich die gesperrten und verletzten Spieler wieder ersetzen." Seiner Ansicht nach habe der Schiedsrichter in dieser Situation kein Fingerspitzengefühl gezeigt: "Es war keine Rote Karte, da es zuvor Abseits war, der Sontheimer vorher schon ins Straucheln kam und der Ball aus der Gefahrenzone war." Bis zu dieser Entscheidung habe man gute Möglichkeiten gehabt, um gegen den FV gut auszusehen.
Laut Sontheims Coach Sebastian Knäulein hatte es seine Mannschaft zunächst schwer. „Schnaitheim ist deutlich stärker aufgetreten als noch vergangenes Jahr, dennoch haben wir heute ein tolles Spiel gemacht und uns viele Chancen erarbeitet." Für Knäulein gab es neben dem Sieg noch einen positiven Aspekt. „Ich bin froh, dass sich niemand verletzt hat und keine neue Sperre dazu gekommen ist."
13.03.2024
Herren I:
Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung
Bilder: Heidenheimer Zeitung & Privat
Aufregendste Saison aller Zeiten: Die Bezirksliga sorgt selbst in Dubai für Furore

Sonntagsnachmittags geht der erste Blick, na klar, auf die Tabelle der Fußball-Bezirksliga. Wer ist dieses Mal vorne, wer ist abgerutscht? Die ersten sechs Teams trennen nur fünf Punkte. Bislang gab es fünf verschiedene Tabellenführer. Ein Traum für unabhängige Fußballfans. Daher hat die Heidenheimer Zeitung vier Fußball-Experten nach ihren Highlights befragt und sie zugleich in die sprichwörtliche Glaskugel blicken lassen. Wer macht das Rennen im heiß umkämpften Titelrennen?
Die Bezirksliga aus dem Effeff kennt Christian Kreutter. Schließlich hat der 37-Jährige in der vergangenen Saison die Meisterschaft mit Germania Bargau geholt. Auch da war es ein enges Rennen, allerdings nicht mit so vielen Mannschaften. „Da schlägt das Sportlerherz höher. Besser kann es fast schon nicht mehr werden“, freut sich Kreutter.

Nach einem kurzen Abstecher nach Pleidelsheim ist Kreutter zurück in Bargau (Landesliga). In der vergangenen Saison gelangen dem Angreifer 19 Tore – seinem Sturmpartner Tobias Klotzbücher 20. Kein Wunder also, dass er seinen Blick gerne auf ein Sturmduo der aktuellen Bezirksligasaison richtet: Baris Acikgöz (15 Tore) und Nico Hering (14), die die SG Heldenfingen/Heuchlingen mit ihren Treffern zum neuesten Tabellenführer gemacht haben. „Zwei so verlässliche Stürmer sind sehr viel wert. Das war bei uns in Bargau in der vergangenen Saison auch so“, sagt Kreutter. Und er verweist darauf, dass die SG die bislang wenigsten Gegentore zugelassen hat (16).
Kreutter, der aus Sontheim stammt, mit seiner Familie aber in Höpfigheim (Steinheim an der Murr) lebt, hat einst mit Daniel Mack zusammengespielt. Der Trainer der SG Heldenfingen/Heuchlingen ist dafür bekannt, dass er auch jetzt den Blick auf die Tabelle lieber meidet, uns sich vorsichtig äußert, wenn es um die Frage geht, ob seine Mannschaft ein Spitzenteam ist. „Demut ist wichtig, nur so erreicht man etwas. Aber wir wissen alle, dass es bei Heldenfingen/Heuchlingen nicht mehr nur um den Klassenerhalt gehen kann“, sagt Kreutter.
Wenn es nach seinem Bauchgefühl geht, würde er auf die SG Heldenfingen/Heuchlingen als Meister tippen. „Mein Herz schlägt aber für Sontheim, das ist klar“, schiebt Christian Kreutter nach. Und: „Auch Nattheim wäre jetzt mal dran.“

Dieser Meinung ist auch Heike Häge. „Nattheim hätte den Aufstieg zum Abschied von Laible (Trainer Maximilian Laible verlässt am Saisonende den Verein) verdient“, sagt die 44-Jährige, die zusammen mit Alexander Pejovic die Fußballerinnen des FV Sontheim bis in die Landesliga geführt hatte, nun aber eine Pause macht. Sie sehe sich momentan mehr Spiele an als zu der Zeit, in der sie Sontheimer Trainerin war, sagt Häge, die das scherzhaft als „Fußballgaga“ bezeichnet. Die Situation in der Bezirksliga findet sie „ganz heiß“. So eine Konstellation gebe es richtig selten.
Und auch Häge hebt das Sturmduo der SG Heldenfingen/Heuchlingen hervor. „Baris und Nico sind zwei Vollstrecker. Die Liga lebt von solchen Spielern“, sagt die Niederstotzingerin, die aber auch Daniel Gentner vom FV Sontheim herausstreicht. „Er ist einer, der Spiele entscheiden kann. Auch wenn er manchmal sein Temperament etwas zügeln muss“, sagt Häge mit einem Schmunzeln.

Jahrelang hat er die Bezirksliga geprägt: Gioacchino „Joe“ Colletti. Der 39-Jährige war zum Beispiel Trainer bei den Sportfreunden Lorch und dem TV Neuler, mit dem er in der Saison 2021/22 Vizemeister wurde. „Die Liga ist echt spannend. Ich sehe es als einen Sechskampf um die Meisterschaft“, sagt der Stürmer, der nun zusammen mit seinem Bruder Angelo die SG Union Wasseralfingen in der Kreisliga A2 betreut. Joe Colletti betont aber auch: „Bettringen (Tabellensiebter) würde ich nicht abschreiben.“
Von der Erfahrung des Teams her tippt Colletti auf den FV Sontheim. Doch andererseits stehe die SG Heldenfingen/Heuchlingen momentan „zurecht ganz oben“, überrascht sei er vom Tabellenzweiten (und zugleich Aufsteiger) Stödtlen/Tannhausen. „Es ist vielleicht die beste Bezirksligasaison der letzten zehn Jahre. Sonntags nach unserem eigenen Spiel checken wir die Ergebnisse der Bezirksliga. Diese Saison ist brutal faszinierend“, sagt Colletti. Und für diese hat er einen Wunsch: Aufsteigen soll die TSG Nattheim. Schließlich haben Nattheims Coach Laible und Colletti einst zusammengespielt (Kirchheim/Teck, Oberliga).
Über einen Meisterschaftstipp muss man mit Martin Rebhan nicht reden. „Was ist das für eine dumme Frage?“, bekommt man in dem Fall um die Ohren gehauen. „Am Ende wird sich der FV Sontheim aufgrund seiner mannschaftlichen Geschlossenheit durchsetzen. Zum 100-jährigen Bestehen des Vereins im Sommer wäre es eine gelungene Sache“, sagt der Darmstädter. Kein Wunder: Eineinhalb Jahre hat der den FVS zusammen mit Sebastian Knäulein trainiert, ehe es bei ihm eine berufliche Veränderung gab. Doch noch immer schaut Rebhan bei Sontheimer Spielen vorbei, so auch beim 1:1 bei der SG Heldenfingen/Heuchlingen.

Und ohne die Sontheimer Brille? Wie lautet der Meistertipp, wenn man den FV Sontheim ausblendet? „Das wäre dann die TSG Nattheim. Für Laible wäre es ein Riesending.“ Doch welches Team imponiert dem ehemaligen Fußballer, der zusammen mit Frank Schmidt bei den Amateuren des 1. FC Nürnberg gewesen ist, am meisten? Auch Rebhan, hier sollte Daniel Mack auch schnell drüberlesen, nennt Heldenfingen/Heuchlingen. Mit Nico Hering haben sich Martin Rebhan und seine Frau Heike in Heuchlingen ein wenig unterhalten. „Nico finde ich überragend. Auch Elvir Arslanovic, der hat ja mal in Sontheim gespielt, wird seinen Weg gehen.“
Darmstadt, Heidenheim (Heimspiel des FCH gegen Frankfurt), Heuchlingen – Dubai und wieder zurück. Rebhan und seine Frau haben ein schönes Reiseprogramm. Und auch in Dubai informiert er sich über die Bezirksliga – auch dank der Sontheimer Whatsapp-Gruppe. „Es ist richtig stark, was in der Liga gerade abläuft“, sagt er.
13.03.2024
Herren I:
Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung
Bilder: Heidenheimer Zeitung
Aufgrund von Verletzungen: Diese Spieler des FV Sontheim rechnen mit einem Karriereende







12.03.2024
Herren I:
Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung
Bilder: Oliver Vogel & Markus Brandhuber, Heidenheimer Zeitung

Der große und vor kurzem verstorbene Andreas Brehme hat die deutsche Nationalmannschaft 1990 nicht nur zum Fußball-Weltmeister gemacht (verwandelter Elfmeter zum 1:0-Sieg gegen Argentinien). Er prägte auch einen, zugegeben keinen literarisch schönen, Satz: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“ Bedeutsam ist der Ausspruch in der Sportlerwelt allerdings schon. Jorgo Kentiridis könnte das sicherlich unterschreiben.
Im ersten Spiel des neuen Jahres führte der 28-Jährige die Bezirksliga-Mannschaft des FV Sontheim gegen die SG Heldenfingen/Heuchlingen aufs Feld. „Ein geiles Gefühl, wenn der Captain wieder an Bord ist“, macht Sebastian Knäulein aus seiner Gefühlslage keinen Hehl. Der Sontheimer Trainer musste – mit kleineren Unterbrechungen – knapp zwei Jahre auf Kentiridis verzichten. Dabei sagt Knäulein: „Jorgo ist mit Herz und Blut Sontheimer, ein absoluter Teamplayer. Seine Verletzung tut auch uns richtig weh.“

Zwei Jahre – im Sportkosmos eine sehr lange Zeit. Eine hartnäckige Schambeinentzündung bremste Kentiridis aus. Auf der Suche nach der Ursache probierte er vieles aus, war bei verschiedenen Ärzten, Physiotherapeuten. Auch Proteine aus Schlangengift waren ein Ansatz. Eine „1-A-Lösung“, wie Kentiridis es ausdrückt, gab es schlichtweg nicht. „Was mir genau geholfen hat, weiß ich bis heute nicht“, sagt er und schiebt nach: „Geduld ist das Wichtigste. Man muss auf den eigenen Körper hören.“
Die Schambeinentzündung war auskuriert, in der Wintervorbereitung konnte Kentiridis fast das ganze Programm mitmachen, wobei er einschränkt: „Ich habe teilweise die Intensität verringert, habe eine Trainingseinheit weniger mitgemacht.“ Nun war es aber so weit: Der Herbrechtinger feierte sein Comeback und lief bei einem Pflichtspiel wieder von Beginn an auf. „Ich war richtig heiß darauf. Dafür brennt man als Sportler: Mit den Mitspielern auf dem Platz zu kämpfen oder mit ihnen nach einem Tor zu jubeln“, sagt Kentiridis.
Nach knapp 70 Minuten war aber wieder Schluss. Bei einer Aktion wollte sich der Mittelfeldspieler bei einem Sturz mit dem rechten Arm abstützen – und musste danach verletzt ausgewechselt werden („Ich habe ein Knacksen gehört“). Noch am selben Tag ging es ins Klinikum. Er habe zunächst an eine Prellung gedacht. Die Röntgenaufnahme ergab allerdings: Radiusköpfchenfraktur – der häufigste Bruch im Bereich des Ellenbogens (oberes Ende der Speiche). „Als Fußballer fällst du bestimmt 4.000 Mal hin, ohne dass da etwas passiert. Bei Jorgo war dies leider nicht der Fall“, bedauert Trainer Knäulein.
Für zwei Wochen wird Kentiridis einen Gips tragen. Er rechnet damit, dass er knapp acht Wochen auf Sport verzichten wird müssen. Am Abend nach der Diagnose und auch am Tag darauf sei sein Kopf leer gewesen, sagt er. „Ich habe auf keine Nachricht geantwortet. Es ist wie in einem schlechten Film.“

Schließlich hat er schon mehrere Rückschläge erlitten. Doch gerade daraus schöpft er auch Hoffnung. „Ich weiß, dass ich zurückkommen kann“, sagt er aus Erfahrung. Sein Ziel: eine Rückkehr zum Endspurt der Saison. Bis dahin wird er sich wieder vieles, wie die Kondition, neu erarbeiten müssen. Doch Kentiridis ist voller Optimismus, dabei geht er auch mit Bildern – gemacht von einem HZ-Fotografen während des betreffenden Spiels – von seiner neuerlichen Verletzung offen um. „Sie sind für mich sogar eine Motivation für ein neues Comeback“, schimmert bei ihm der Kampfgeist und die Hoffnung auf ein Happy End eines schlechten Films durch.
10.03.2024
Herren II:
FV Sontheim II - SGM Ohmenheim/Dorfmerkingen III 4:1 (2:1)
Nach dem deutlichen Auswärtssieg bei der SG Heldenfingen/Heuchlingen hatte unsere "Zweite" zum ersten Heimspiel im Kalenderjahr 2024 die SGM Ohmenheim/Dorfmerkingen zu Gast. Unsere Jungs zeigten sich von Beginn an fokussiert und nach einer knappen halben Stunde stand nach den Treffern von Vincent Lanzinger (13.) und Caner Otabasi (28.) eine 2:0-Führung auf der Anzeigetafel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff unterlief unserer "Zweiten" ein unglückliches Eigentor, wodurch die Gäste zum 2:1-Anschlusstreffer kamen. Im zweiten Spielabschnitt blieben zahlreiche Chancen zunächst ungenutzt, doch der eingewechselte Timo Stein sorgte mit einem Doppelpack binnen 10 Minuten für klare Verhältnisse und schraubte das Ergebnis auf 4:1 (65./75.).
Herren res.:
FV Sontheim res. - SGM Ohmenheim/Dorfmerkingen III res. 1:0 (1:0)
Nach einer langen Winterpause stand auch für unsere Reserve das erste Pflichtspiel im Kalenderjahr 2024 auf dem Programm. In der Hinrunde ging das Spiel gegen die SGM Ohmenheim/Dorfmerkingen mit 4:2 verloren - die einzige Niederlage, die unsere Jungs bisher einstecken mussten. Es war also eine Rechnung gegen den aktuellen Tabellenführer zu begleichen. Das goldene Tor des Tages erzielte Tim Maier in der 40. Minute.
10.03.2024
Bericht: Markus Benz, FV Sontheim
Herren I:
FV Sontheim I - SF Lorch 2:1 (2:1)
FV Sontheim punktet gegen Lorch und hält den fünften Tabellenplatz
Nach einer Flanke von Fabian Matuschek war Heisele aus fünf Metern mit einem Kopfballtreffer zum 1:0 erfolgreich. Nur zwei Minuten später marschierte Gläser allein Richtung Gästetor und scheiterte am stark reagierenden Torhüter Baumann. Da die Sontheimer auch anschließend weitere gute Möglichkeiten ungenutzt ließen, dauerte es bis zur 40. Minute, ehe die Führung ausgebaut werden konnte. Erneut war es Heisele, der auf Vorarbeit von Oberling aus kurzer Distanz zum 2:0 einschießen konnte.
Mit dem Halbzeitpfiff sorgte Herr mit einem sehenswerten Treffer in den Torwinkel für Lorchs Anschlusstreffer zum 2:1. Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Reinelt einen gefährlichen Kopfball noch glänzend parieren (49.).
Obwohl die Gäste nun besser im Spiel waren, ließ Sontheims Defensive nur wenig zu und hatte Lorchs Angriffsreihe weitestgehend im Griff. Auf der Gegenseite versäumte es der FV den dritten Treffer nachzulegen. Nachdem zunächst Matuschek den Ball knapp über das Gästetor setzte (70.) und ein Treffer von Yoldas wegen einer Abseitsposition aberkannt wurde (83.), verfehlte Oberling in der Schlussminute mit seinem Flachschuss aus 18 Metern nur um Zentimeter das Lorcher Gehäuse.
Trainer Knäulein zufrieden
FV-Trainer Sebastian Knäulein sah einen verdienten Sieg seiner Mannschaft, welche sich das Leben selbst schwer machte. In der ersten Hälfte wurde viel liegen gelassen, sodass es bis zum Schluss spannend blieb.
07.03.2024
Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung
Bilder: Rudi Penk, Heidenheimer Zeitung
Sportler sieht man in Trikots, ganz klar. Entweder sie werfen Basebälle, Kegel, Handbälle, Basketbälle. Oder sie jagen Volleybällen nach, laufen gegen die Zeit, springen hoch und/oder weit. Sieht man Athleten in normaler Kleidung, kann schon mal die Frage fallen: Was ist denn mit dir? Heute gar kein Sport?

Tobias Hörger ist Ballkünstler. Bei den Fußballern des FV Sontheim beackert er die linke Außenbahn. Normalerweise. Aktuell ist der 28-Jährige zwar verletzt, doch in „zivil“ sieht man ihn während seiner Freizeit häufiger. Dann, wenn es zu „seinen“ Hühnern geht.
Die Familie betreibt eine Nebenerwerbslandwirtschaft. Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie kam 2020 die Idee auf, eigene Hühner zu halten. „Ich habe mal Hühnerställe gesehen und hatte den Eindruck, dass das Bewusstsein für regionale Produkte stärker geworden ist“, erinnert sich Hörger. Die Infrastruktur war gegeben: Wiesen und ein Fuhrpark. Dem ersten mobilen Stall folgte ein Jahr später ein zweiter, wiederum ein Jahr darauf ein dritter.
Insgesamt hält die Familie Hörger 1000 Hühner. Hybridhühner. „Ich finde es echt witzig. Mein Opa hatte schon immer Hühner, so 10 bis 15. Die waren scheu, unsere sind aber total zutraulich und neugierig. Es sind echt schöne Tiere, die angelaufen kommen, wenn ich komme“, erzählt Hörger.
Gackern, Picken, Scharren. Mit etwas Fantasie könnte man einen Bogen zu einer Fußballerkabine schlagen. „Hier erzählen wir uns alles – und lachen viel“, räumt Hörger ein und nennt ein Beispiel: „Ich weiß nicht mehr, wer darauf kam, Kaste (Michael Kastler, Spieler) oder Hannes (Abteilungsleiter Hannes Blank). Aber es gab die Idee eines Hosen-Sponsorings: Vorne links auf den Shorts soll ‚Freilandeier Sontheim‘ – und rechts ‚Wir haben die dicksten Eier‘ stehen‘“, erzählt Hörger – und lacht. „Vielleicht werden wir das mal umsetzen.“ Nur gut, dass er auch Teil des Sponsoringteams des FV Sontheim ist.

Tagsüber können die Hühner auf der Wiese ihrem natürlichen Verhalten nachgehen, sagt Hörger. „Hier haben sie frisches Grün, sie können im Gras wühlen, scharren oder picken. Abends gehen sie von sich aus in den jeweiligen Stall. Das funktioniert super, es passiert nur selten, dass einzelne Hühner abends noch draußen sind.“ Die Klappen schließen sich automatisch, dank einer PV-Anlage. Das Gleiche gilt auch für das Futterband innerhalb des Hühnerstalls. Natürlich gibt es auch Überwachungskameras in den Ställen. „Es ist total faszinierend, wie die Hühner auf ihren Stangen sitzen und brav warten, um ihre Eier zu legen“, sagt Hörger. Fußballtrainer können von solch folgsamen Spielern dagegen oft nur träumen.
Die Familie schaut regelmäßig nach den Hühnern, füllt Wasser oder Futter auf, mistet. „Da brauchen wir aber keine Mistgabel“, sagt Hörger und lacht. Mithilfe eines Förderbands kommt der Hühnerkot direkt in die Frontlader-Schaufel eines Traktors. Etwas Luxus muss dann doch sein.
„Es kommt schon mal vor, dass ich vor einem Spiel Eier geholt habe und nach dem Spiel abends wieder hin bin“, sagt Tobias Hörger. „Ich finde es cool, ein quasi eigenes Produkt in der Hand zu halten. Und wenn man sich nicht darum kümmert, gibt es halt kein Produkt.“
Sein Tipp: „Vor dem Fußballspiel esse ich gerne ein getoastetes Brot mit Avocado und Rührei drauf. Das gibt besonders viel Energie.“ Dann rennt er voller Elan die Außenbahn rauf und runter. Und die Eier landen bei Hörgers nicht nur auf dem eigenen Tisch. „Wir verkaufen Eier und auch Nudeln aus den Eiern über den Hofladen, unser Eierhäusle in Sontheim. Der größte Anteil geht aber an regionale Märkte.“
Die Hühner kommen mit 17, 18 Wochen von einem Aufzuchtbetrieb im Allgäu – und bleiben knapp 14 Monate – deutlich länger, als so manch ein Trainer in der ersten und zweiten Bundesliga im Amt ist. In zehn Tagen legen die Hühner im Durchschnitt neun Eier. (In einer früheren Version des Textes stand fälschlicherweise: „Pro Tag legen die Hühner im Durchschnitt neun Eier.“) Und wie sieht’s mit Spitznamen aus? Damit tut man sich generell schwer, sagt Hörger. „Wir hatten mal ein Huhn, das gehinkt hat. Das war dann die hinkende Lotta.“
Einige Mitspieler, vor allem die mit Kindern, nutzten die Hühnerställe gerne als Ausflugsziel. Stehen die Ställe nah an einer für Radfahrer gut zugänglichen Stelle, bekommen die Hühner auch von diesen Besuch, sagt Hörger aus Erfahrung. „Für mich selbst ist die Arbeit mit den Hühnern ähnlich wie Fußball: Es ist gut, um den Kopf freizubekommen. Aber es ist ein anderes Kopf-frei-bekommen“, sagt der Abteilungsleiter für Infrastruktur und Logistik bei der Firma Zeiss. Er schätze dann die Ruhe, die angenehme Atmosphäre. „Egal, ob ich Stress habe, zum Beispiel bei der Arbeit. Es ist super zum Runterkommen“, so Hörger. Ob er später mal selbst auch Hühner halten werde? „Auf jeden Fall. Ich bin ja der Junior“, sagt Tobias Hörger voller Stolz – und lächelt verschmitzt.
Gespannt ist er auch über die Resonanz. „Ich mache bei dieser Serie sehr gerne mit und habe meinen Freunden und meiner Mannschaft gleich davon erzählt. Schon da gab’s viele Lacher.“ Daher lautet Hörgers Aufforderung: „Ich hoffe, dass sich dadurch ein paar angesprochen fühlen. Sie sollen den Spaß mitmachen und zeigen, was sie für Haustiere haben“, sagt der Fußballer und schiebt scherzhaft nach: „Irgendwas mit Tieren.“ Das zieht doch bestimmt?
