Neuzugang Edis Yoldas im Interview

12.07.2023

Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung

Bilder: Markus Brandhuber, Heidenheimer Zeitung

Herren I:

Das sagt Edis Yoldas zu seinem Wechsel zum FV Sontheim

Es ist ein Transfer mit Aha-Effekt: Der FV Sontheim, Dritter der abgelaufenen Fußball-Bezirksliga, hat sich mit Edis Yodas verstärkt. Wie der Mittelstürmer die letzten Wochen beim abgestiegenen VfL Gerstetten erlebte, zwischen welchen Vereinen er hin- und hergerissen war und wie sein neuer Trainer Sebastian Knäulein mit der Favoritenrolle umgeht:
 
 
Der Abstieg des VfL Gerstetten aus der Fußball-Bezirksliga war ein Aufreger. Und dass der VfL für die kommende Saison gar keine Mannschaft wird stellen können, sogar ein Schock. Mittendrin war auch Edis Yoldas, der nach der entscheidenden Niederlage im letzten Relegationsspiel gegen Mögglingen betont hatte, dass er darum kämpfen wolle, dass die Gerstetter wieder ein Team werden stellen können. „Auf der einen Seite bin ich enttäuscht, dass Spieler gegangen sind. Auf der anderen Seite hatten wir leider nicht genügend Zeit, um neue zu engagieren“, sagt der 31-Jährige.

Zusammen mit Kapitän Jonas Eckardt (Yoldas war zweiter Kapitän in Gerstetten) habe er viel telefoniert, um Spieler zu werben. „Wir haben es bis zum letzten Tag versucht. Ich habe mich erst am 30. Juni (den letzten möglichen Tag, Yoldas spricht vom letzten möglichen Dong) beim VfL abgemeldet und danach noch eine Woche gewartet, weil ich gehofft hatte, dass vielleicht doch noch vereinslose Spieler dazukommen“, erzählt Yoldas.

Kein Geld mehr für Spieler? Yoldas weiß natürlich, dass es hieß, die Spieler verdienten gutes Geld in Gerstetten. Yoldas bestreitet das generell nicht. Sagt aber auch, dass das Bild völlig überzogen gewesen sei. „Wenn es wirklich so gewesen wäre, hätten wir doch ohne Problem 15 neue Spieler gehabt.“

Kaum habe sein Entschluss, den VfL zu verlassen, festgestanden, habe sein Telefon jeden Tag geklingelt. Drei Vereine hätten sich herauskristallisiert: Der TSV Langenau mit dem neuen Trainer Roland Häge, Türkspor Heidenheim, wo viele Freunde von ihm spielen, und der FV Sontheim, erzählt Yoldas. Letztlich habe er sich auch aufgrund einer Aussage von Markus Gentner und Jonas Eckardt für den FVS entschieden. „Sie haben mich gefragt: Willst Du als Absteiger den Bezirk verlassen?“, erzählt Yoldas.

Nun freue er sich auf die neue Herausforderung – bei einem Verein, wo es gemeinhin heißt, dass die Spieler kein Geld bekämen. „Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und freue mich auf die junge Truppe“, sagt Yoldas, der in den vergangenen zwei Jahren aufgrund seiner Tätigkeit im Außendienst als Maschinenbauingenieur nicht so trainieren konnte, wie er es wollte. Nun wohnt er wieder in Heidenheim und will wieder angreifen.

Ein weiterer namhafter Spieler für den FV Sontheim? Edis Yoldas winkt ab: „Am Anfang der Saison geht’s bei null wieder los.“ Ähnlich sieht es auch dessen neuer Trainer. „Nach der vergangenen Saison werden wir sowieso zum Favoritenkreis gezählt“, sagt Sebastian Knäulein, der aber andere starke Mannschaften wie Bettringen, Nattheim oder Unterkochen nennt.

Mit Yoldas, Markus Gentner und Timm Riedle kommen gleich drei Spieler vom VfL Gerstetten zum FV Sontheim. „Ich hoffe nicht, dass jemand glaubt, dass wir zum Abstieg beigetragen haben“, sagt Knäulein und betont: „Erst als der Abstieg feststand, sind wir auf Spieler zugegangen. Und wenn drei Spieler vom VfL zu uns kommen wollen, spricht das ja auch für den FV Sontheim.“

Yoldas könne beim FVS eine Führungsposition einnehmen, ist der Sontheimer Coach überzeugt. „So einen Spieler wie ihn haben wir gebraucht. Er ist ein gelernter Mittelstürmer, der äußerst präsent ist und auch Bälle festmachen kann. Diese Position konnten wir in den letzten Jahren nicht optimal besetzen, da es für diejenigen Spieler nicht die Paradeposition gewesen ist.“

Kreisliga B4 und B5 werden zu einer Liga zusammengelegt

Juli 2023

Bericht: Thomas Jentscher, Heidenheimer Zeitung

Herren II:

Nach dem bitteren Abstieg unserer "Zweiten" in die Kreisliga B gibt es nun einige News zum Ablauf der neuen Saison:

Die Kreisliga B5 ist Geschichte

Beim gemeinsamen Staffeltag der Kreisligen A3 und B5 wurde den Vereinen die neue Struktur präsentiert. Die Kreisliga B5 gibt es nicht mehr und auch in Sachen Relegation und Kreisliga A gab es spannende Nachrichten.

Letztmals trafen sich am Donnerstagabend die Vertreter der Fußballvereine zum gemeinsamen Staffeltag der Kreisligen A3 und B5 – denn die B5 gibt es künftig nicht mehr. Und das ist durchaus im Sinne der Vereine.

Schon im Winter war klar, dass die unterste Fußballklasse im Kreis in dieser Form keinen Sinn mehr macht. Am Ende waren nur noch acht Mannschaften am Start, einige Spiele wurden kampflos entschieden. Für so eine Form des Wettbewerbs lässt sich kaum noch ein Fußballer motivieren und deshalb gibt es künftig im Bezirk Ostwürttemberg statt fünf nur noch vier B-Staffeln.

Eine B-Staffel mit 15 oder 16 Mannschaften

Die Vereine aus dem Kreis Heidenheim kommen in die Staffel B4, messen sich in der kommenden Spielzeit also auch mit Unterkochen II, Kösingen, Ohmenheim/Dorfmerkingen III, Ebnat und Waldhausen II. Da außerdem Steinheim und die SG Königsbronn/Oberkochen zweite Mannschaften statt Reserven meldeten, kommt eine stolze 15er-Staffel zusammen. Vielleicht werden es sogar 16 Teams, denn bei der Versammlung meldete auch die SG Niederstotzingen/Rammingen II Interesse an.

Die neue B4 sieht also einer sportlich interessanten Saison entgegen, eins darüber ist die Kreisliga A3 mit einigen bekannten Klubs besetzt. Der bekannteste Name wäre Gerstetten gewesen, doch wie berichtet hat der VfL seine Mannschaft kurzfristig zurückgezogen. Und zwar so kurzfristig, dass er formal noch der A3 angehört und nun der erste Absteiger ist.

Eine Saison ohne „echte“ Absteiger?

Im Spielplan taucht der VfL nicht auf, trotzdem hat die späte Abmeldung eine Auswirkung: Theoretisch muss nun keine weitere Mannschaft absteigen. Dies ist der Fall, wenn kein Team aus der Bezirksliga in die A3 absteigt oder wenn aus der B4 einer der Vereine aus dem Aalener Raum aufsteigt, der dann der A2 zugeordnet wird. Sollte sogar beides eintreten, gibt es keinen Absteiger und die A3 spielt in der Folgesaison nur mit 15 Mannschaften.

Dass es also möglicherweise keinen Abstiegskampf geben wird, stieß bei den Vereinen nicht gerade auf Begeisterung, lässt sich jetzt aber nicht mehr verhindern. Das gilt auch für ein anderes großes Thema: Wie der Bezirksvorsitzende Jens-Peter Schuller mitteilte, wird die Relegation in dieser Saison komplett gestrichen.

Die Relegation fällt diesmal aus

Grund dafür ist die Strukturreform im Württembergischen Fußballverband, bei der die Anzahl der Bezirke von 16 auf 12 reduziert wird. Bei den Bezirken, die zusammengelegt werden, ist keine Relegation möglich und der hiesige Bezirk Ostwürttemberg ist zwar nicht betroffen, verzichtet aber – nur für ein Jahr – aus Solidarität auf eine Relegation. Die acht Entscheidungsspiele am Ende der Runde 2022/23 lockten im Bezirk übrigens 6529 zahlende Zuschauer an, im Jahr zuvor waren es noch 4827 in sieben Partien.

Auch wenn also manche Kröte geschluckt werden musste – gerade die Relegation sorgt ja oft für Spannung und ist für die veranstaltenden Vereine eine gute Einnahmequelle –, zeigten sich die Vertreter der Klubs mit der Arbeit der Offiziellen zufrieden. Staffelleiter Thomas Baamann wurde ebenso einstimmig entlastet wie wiedergewählt. Auch Schuller und Bezirksspielleiter Roland Wagner betonten, dass man weiter eng mit den Vereinen im Kontakt bleiben und auf deren Wünsche eingehen möchte.

Ruben Ertle - Der Phantomtransfer des Sommers

12.07.2023

Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung

Bilder: Markus Brandhuber, Heidenheimer Zeitung

Herren I:

Wechsel zum VfR Aalen? Das sagt Ruben Ertle zum Phantomtransfer

So manch ein Fußballkenner wird da gestutzt haben: Auf „Fupa“ wurde der Wechsel von Sontheims Stürmer Ruben Ertle zum VfR Aalen bekanntgegeben. Wieso seinem Trainer Sebastian Knäulein zunächst nicht nach Lachen zumute war:

Bäumchen, wechsel dich! Wer denkt in einer Transferphase nicht an das alte Kinderspiel? Schließlich verlassen viele Fußballer besonders in der Sommer- (und auch Winterpause) ihre Vereine und kommen bei anderen unter. Eine Meldung auf dem Amateurfußballportal „Fupa“ wird dieser Tage allerdings besonders viel Wirbel ausgelöst haben:  Hier wurde der Wechsel von Ruben Ertle, Spieler des Bezirksligisten FV Sontheim, zum VfR Aalen als vollzogen gemeldet. Was ist denn da los?

„Davon war ich selbst überrascht“, sagt der Offensivspieler, der aber auch schon als Torwart eingesprungen war. Und er stellt klar: „Das ist falsch, da ist nichts dran. Ich fand es aber witzig.“ Phantomtore kommen im Fußball immer wieder mal vor – beispielsweise auch in der Bundesliga vor (1994 Thomas Helmer, 2013 Stefan Kießling). Aber Phantomtransfers?

Natürlich bekam Ertle viele fragende Nachrichten. „Manche meinten, ich selbst habe den Transfer bei Fupa eingetragen. Aber ich denke, dass der Fehler auf Aalener Seite liegt“, sagt der Student (Wirtschaftsingenieurwesen), der in dieser Woche gleich zwei Prüfungen schreibt.

Sebastian Knäulein konnte dagegen über die Falschmeldung so gar nicht lachen. Zumindest im ersten Moment nicht. „Ich habe mich kurz gewundert. Aber mir war schnell klar, dass Ruben mich bei einem Wechsel selbst informiert hätte“, sagt der Sontheimer Trainer. Und er habe vermutet, dass Ertle womöglich als Jugendtrainer beim VfR zum Einsatz kommen könnte.

„Kurze Info: An der Stelle möchte ich das Gerücht um ein Engagement beim VfR Aalen klar dementieren.”

Ruben Ertle in der Whatsapp-Gruppe des FV Sontheim

Dieser ist nämlich nicht nur Spieler der ersten Herrenmannschaft, sondern trainiert auch die B-Junioren der SG Sontheim/Hermaringen (zusammen mit Michael Ludwig und Markus Walliser). Somit durfte Ertle nicht nur das Herrenteam, sondern auch seine Schützlinge in der B-Jugend über den Nicht-Wechsel aufklären. Und dies tat er in der Whatsapp-Gruppe des Herrenteams höchst professionell: „Kurze Info: an der Stelle möchte ich das Gerücht um ein Engagement beim VfR Aalen klar dementieren. Ich werde auch in der nächsten Saison beim FV aktiv sein.“ Und er scherzt gegenüber der HZ: „Ich wüsste nicht, in welcher Funktion ich beim VfR Aalen gebraucht werden würde."

Der Fupa-Fauxpaus hatte zudem etwas Positives: Auf dem Portal wird gezählt, wie oft das Profil eines jeden Spielers angeklickt wird. „Die Aufmerksamkeit hat ganz schön angezogen“, weiß Ertle, der auch von Spielern anderer Mannschaft darauf angesprochen worden sei, zu berichten. Innerhalb weniger Tage zog die Zahl der Profilbesuche um knapp 2.000 auf nun 5.100 an.

Den doppelten Ertle – als Spieler und als Jugendtrainer – wird es somit beim FV Sontheim weiterhin geben. Dabei rutschte der Angreifer erst nach einem Kreuzbandriss vor zwei Jahren ins Traineramt. „Ohne Fußball, so ganz isoliert, hätte ich es sicherlich nicht ausgehalten“, sagt er. „Daher bin ich für diese Möglichkeit sehr dankbar.“ So stand Ertle am Anfang an Krücken beim Training der B-Junioren. Mittlerweile wartet er darauf, die Prüfung zur B-Lizenz ablegen zu können.

Doch ist es nicht zu viel Fußball? Nicht für Ruben Ertle. Die Trainingseinheiten mit der Jugend legt er vor die Einheiten bei den Herren. Ähnlich ist es mit den Spieltagen. „Wir haben mit der B-Jugend in der vergangenen Saison morgens in Heldenfingen gespielt, anschließend bin ich zu den Herren nach Straßdorf gefahren. An dem Tag gab es zwei Siege. Und in Straßdorf habe ich dreimal getroffen. Das war schon etwas Besonderes“, nennt Ertle ein Beispiel.

Neuzugänge und Abgänge unserer Aktiven Herren

Neuzugänge:

Markus Gentner (VFL Gerstetten)

Edis Yoldas (VFL Gerstetten)

Timm Riedling (VFL Gerstetten)

Johannes Funk (SG Heldenfingen/Heuchlingen)

Jan Herzog (eigene Jugend)

Luca Dörner (eigene Jugend)

Timo Mühlberger (eigene Jugend)

Fabian Neidhardt (eigene Jugend)

 

 

Abgänge: 

Steffen Sapper (Sportfreunde Dorfmerkingen II)

Luis Michael Thieringer (U19 TSG Giengen)

Julian Huber (SG Langenau II)

Erkan Kocadag (TKSV Giengen)

Testspielergebnisse der Sommervorbereitung 2023

Vorbereitungs- und Freundschaftsspiele:

FC Günzburg - FV Sontheim I 1:1 (1:0) 

Tor: Tim Urban

FV Sontheim I - TSV Westerstetten 4:0 (1:0)

Tore: 2x Edis Yoldas, je 1x Jonathan Mack und Rene Färber

SGM Herbrechtingen/Bolheim - FV Sontheim II 1:1 (0:0)

Tor: Sebastian Mayer

SpVgg Bachtal 2 - FV Sontheim II 2:2 (2:1)

FV Sontheim I - VFR Aalen U19 4:2 (2:1)

Tore: je 2x Daniel Gentner und Jonathan Mack

SV Maierhöfen-Grünenbach - FV Sontheim I 1:1 (0:0)

Tor: Daniel Gentner

FV Sontheim I - SV Waldhausen 0:4 (0:1)

FV Sontheim II - SG Bächingen/Medlingen 0:1 (0:0)

SGM Burgberg/Hohenmemmingen - FV Sontheim II 0:3 (0:1)

FV Sontheim I - SV Neresheim 1:2 (0:1)

Tor: Markus Heisele

 

 

 

Herren II: Niederlage in der Abstiegsrelegation...Steh auf, wenn du am Boden bist!

18.06.2023

Bericht: Jochen Gerstlauer, Heidenheimer Zeitung

Bilder: Markus Brandhuber, Heidenheimer Zeitung

Herren II:

FV Sontheim II - TSG Giengen 0:2 (0:1)

Wie die „jungen Wilden“ der TSG Giengen in die Kreisliga A stürmten

Die Relegation zwischen Kreisliga B5 und A3 war eine klare Sache: Wie die Fußballer der TSG Giengen den Aufstieg schafften, was am Rande passierte und wie es für die „jungen Wilden“ nun weiter geht.

Es ist schon eine kleine Überraschung: Mit einem 2:0-Sieg holte sich Kreisliga-B5-Vizemeister TSG Giengen gegen Sontheim II den Aufstieg und schickte die FV-Reserve, vergangenes Jahr noch Zweiter der Kreisliga A, eine Klasse tiefer.

Die unglaublich junge Mannschaft der TSG Giengen (Durchschnittsalter 20 Jahre) hatte einfach mehr Biss, kreierte mehr Chancen und hat sich den Platz in der Kreisliga A3 verdient. Die Sontheimer, welche über 90 Minuten keine zwingende Torchance hatten, müssen den bitteren Weg in die Kreisliga B antreten.

Mit Choreo und Bengalos

Bestes Fußballwetter und über 600 Fans im Herbrechtinger Stadion fieberten dem Relegationsspiel entgegen. Die TSG brachte eine Menge Anhang mit und dieser machte von Beginn an – gepaart mit Choreo und Bengalos – eine tolle Stimmung.

Die beiden Mannschaften tasteten sich zunächst ab, es dauerte bis zur 15. Minute, ehe FV-Torhüter Lucas Teifel den ersten Torschuss eines Giengeners toll parierte. Nach einer Trinkpause nach 30 Minuten war es Sontheims Angreifer Mario Laubmeier, der in der 37. Minute die erste Chance für den Favoriten hatte.

Führung kurz vor der Pause

Giengen nutzte dann kurz vor der Halbzeit einen Stellungsfehler in der Sontheimer Abwehr zur Führung. Ein weiter Ball von Julian Schlotz in den Strafraum übersprang die Sontheimer Deckung, Hannes Ihle stand goldrichtig und schob zum 1:0 ein. Kurz darauf ging eine insgesamt schwache Halbzeit dann zu Ende.

In der zweiten Halbzeit hatte Giengen gleich zu Beginn eine erneute Großchance. Sontheims Trainer Roland Benz, welcher mit einigen Routiniers in seinem Team aufwartete, wechselte früh neue Kräfte ein. Das Spiel des FV wurde auch besser, aber die TSG stand in der Abwehr sehr sicher, lauerte auf Konter und machte in der 90. Minute – allerdings aus abseitsverdächtiger Position – mit dem 2:0 alles klar.

Routinier macht den Sack zu

Der mit Abstand älteste Giengener, der 33-jährige Kevin Jander, wurde von Christian Kuhn toll bedient und vollendete aus fünf Metern unter riesigem Jubel zum Endstand. In der siebenminütigen Nachspielzeit hatte Sontheim zwar noch zwei Chancen, aber letztlich ging der Sieg der TSG absolut in Ordnung. Nach dem Abpfiff stürmte der Giengener Anhang den Platz und feierte die Mannschaft gebührend.

FV-Trainer Roland Benz war natürlich sehr enttäuscht. „Zunächst möchte ich der TSG Giengen zum verdienten Sieg gratulieren, weil Sie im gesamten Spiel die besseren Chancen hatten. Es war eine verdiente Niederlage, aber wir sind nicht heute abgestiegen, sondern in den letzten 30 Spielen zuvor", so Benz.

FV-Trainer gratuliert zum Sieg

Sontheims Spieler Mario Laubmeier, der normalerweise in der ersten Mannschaft spielt und nach langer Verletzung der Reserve helfen wollte, meinte nach der Partie: „Wir haben uns heute selber geschlagen, weil von uns im gesamten Spiel einfach nichts Zwingendes kam".

TSG-Trainer Roland Weiss war nach dem Spiel relativ gefasst und analysierte nüchtern den großen Erfolg. „Wir waren nicht unbedingt der Favorit, aber ich weiß was in den Jungs steckt und was sie können. In solchen Spielen sind sie gut drauf, setzen alles gut um und haben letztlich verdient gewonnen", so der 54-Jährige, der die Mannschaft auch in der kommenden Saison betreuen wird. Gedanken über die Feier zum Aufstieg hatte er sich keine gemacht: „Insgesamt war es heute geil und so nicht unbedingt zu erwarten. Ich bin froh das wir gewonnen haben und alles andere ist mit heute egal".

Co-Trainer Kevin Lindenmeier sah ebenfalls einen verdienten Sieg seines Teams. „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft", sagte Lindenmeier, der auch die Philosophie der Giengener mit großem Augenmerk auf den Nachwuchs in den vergangenen Jahren herausstellte. „Jetzt kommen zur neuen Saison wieder drei bis vier junge Spieler heraus, aber in der neuen Liga ist erst einmal der Klassenerhalt das große Ziel.“

TSG setzt weiter auf die Jugend

Der Torschütze zum 2:0, Kevin Jander, der gleichzeitig sportlicher Leiter bei der TSG Giengen ist, meinte nach dem Spiel: „Wir wollten uns nicht durcheinander bringen lassen, wer letztlich bei Sontheim spielt, sondern uns auf unsere Särken konzentrieren. Auch dank einer starken Abwehrleistung haben wir letztlich verdient gewonnen", fasst der Routinier zusammen.

Erst 20 Jahre alt, ist der andere Torschütze, Hannes Ihle. „Es war ein hart umkämpftes Spiel mit viel Laufarbeit, aber am Ende hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite", so die Einschätzung des Youngsters.

 

 

Herren II: Relegation - ALLE IN ROT!

14.06.2023

Herren II:

Am Freitag, den 16.06.2023 steht für unsere "Zweite" ein eminent wichtiges Spiel an, denn es geht in der Absteigsrelegation um den Klassenerhalt in der Kreisliga A3. Egal ob mit dem Zug, mit dem Fahrrad oder mit einer Fahrgemeinschaft, am Freitag gilt´s - alle in rot nach Herbrechtingen! Anpfiff gegen die TSG Giengen ist um 18:00 Uhr.

 

Herren II: Vorschau auf die Absteigsrelegation

13.06.2023

Bericht: Thomas Jentscher, Heidenheimer Zeitung

Herren II:

Wie geht’s für die Vereine aus dem Landkreis Heidenheim weiter?

Wie immer gibt es nach der Fußballsaison noch einen Nachschlag: Die Relegation. Dabei sind auch TSG Nattheim, VfL Gerstetten, SG Königsbronn/Oberkochen, FV Sontheim II und TSG Giengen gefordert. Wie stehen die Chancen der Kreisvertreter?

In den nächsten Tagen werden bei den Fußballern noch einige Plätze zwischen Kreisliga B5 und Landesliga vergeben, dabei ist der Weg zum ersehnten Ziel ganz unterschiedlich.

In nur einem Spiel geht’s am Freitag darum, wer kommende Saison in der Kreisliga A3 spielen darf. Dabei trifft der B5-Vizemeister TSG Giengen auf den A3-Drittletzten FV Sontheim II, gespielt wird in Herbrechtingen.

Sontheim II: Statt Auf- nun Abstiegsrelegation

Nach der Saison 2021/22 hätte Sontheims zweite Mannschaft sogar die Aufstiegsrelegation spielen dürfen, wäre nicht die „Erste“ in die Bezirksliga abgestiegen. Nun geht’s in die andere Richtung, was Trainer Roland Benz aber nicht allzu sehr überraschte. „Angesichts der vielen Abgänge und Verletzungen haben wir uns eher nach unten orientiert, es lief aber auch unglücklich. In anderen Jahren hätten 33 Punkte eher für Rang elf gereicht“, erklärt der Trainer.

Auch personell sieht es nicht rosig aus, einige Stammspieler werden wohl am Freitag fehlten. Verstärkungen aus der ersten Mannschaft sind kaum möglich, hier gilt ja seit einiger Zeit die 50-Prozent-Regel. Es darf also niemand eingesetzt werden, der mehr als die Hälfte der ersten 26 Spiele in der höherklassigen Mannschaft bestritten hat. Aber es hilft ja nichts. „Wir sehen es als Chance und sind froh, dass Gerstetten nicht direkt abgestiegen ist, sonst wären wir ja schon unten“, sagt Benz, der unabhängig vom Ausgang der Relegation Trainer des FV Sontheim II bleiben wird.

TSG Giengen will nach oben

Nach einer etwas kuriosen Saison mit vielen spielfreien Wochenenden, den Tumulten beim Spiel gegen den ASV Heidenheim und dem Nichtantritt gegen den Meister in der Rückrunde haben sich die Giengener nun ganz klar den Aufstieg über die Relegation zum Ziel gesetzt. „Wir sind nicht der Favorit, aber wir werden alles daran setzten, hochzukommen“, sagt Trainer Roland Weiss. Personell kann er ziemlich aus dem Vollen schöpfen, allerdings macht ihm die lange Pause – die Giengener bestritten in den vergangenen fünf Wochen nur eine Partie – etwas Sorgen.

Herren II: Abstiegsrelegation trotz Sieg am letzten Spieltag

12.06.2023

Bericht: Thomas Jentscher, Heidenheimer Zeitung

Herren II:

Kreisliga A3: Wer feiert, wer hofft und wer trauert?

Meisterschaft und Aufstiegsrelegation stand schon fest, in Sachen Abstiegskampf wurde es in der Fußball-Kreisliga A3 am letzten Spieltag aber nochmals spannend.

Da der AC Milan Heidenheim und der SC Hermaringen aus der Bezirksliga herunter kommen, müssen auch in der Kreisliga A3 zwei Mannschaften absteigen. Am vergangenen Samstag tauschten SV Bissingen und RSV Oggenhausen noch die Plätze, für beide geht es aber runter in die B5.

Vier Mannschaften kamen für die Abstiegsrelegation in Frage

Offen war, wer als Tabellen-14. die Relegation gegen den B5-Vizemeister TSG Giengen spielen muss. Hier kamen gleich vier Mannschaften in Frage – und alle siegten. So nützte dem FV Sontheim/Brenz II das 2:0 bei der SG Burgberg/Hohenmemmingen nichts mehr, da auch die Konkurrenten SV Großkuchen, TKSV Giengen und Türkspor Heidenheim gewannen.

Es war kein schöner Tag für Sontheim/Brenz, während die erste Mannschaft in der Bezirksliga auf Rang drei zurück rutschte und keine Aufstiegschance mehr hat, muss die zweite nun um den Verbleib in der Kreisliga bangen. Die Entscheidung fällt am Freitag (18 Uhr) im Duell gegen die TSG Giengen, gespielt wird in Herbrechtingen.

Herren I: Interview mit dem ehemaligen FV-Spieler Christian "Giggi" Kreutter

05.06.2023

Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung

Bilder: Heidenheimer Zeitung & Fupa

Herren I:

Stürmer Christian Kreutter im Interview zum Abschied: „Den letzten Auftritt habe ich genossen“

Mit dem FV Sontheim spielte Christian Kreutter einst in der Landesliga. Nun könnte er es mit Germania Bargau dorthin schaffen. Im Interview spricht der 36-Jährige über sein letztes Spiel auf dem Sontheimer Hülenberg, seinen Wechsel und das Saisonfinale:

Auch wenn es nicht sein bestes Spiel gewesen ist, traf Christian Kreutter beim 3:0-Sieg des 1. FC Germania Bargau beim FV Sontheim zum zwischenzeitlichen 2:0. Und das, vor den Augen seines Vaters Jürgen, der in Sontheim wohnt. Es war allerdings Christian Kreutters vorerst letzter Auftritt bei seinem ehemaligen Verein.

Herr Kreutter, was sollte das denn?

Christian Kreutter: (lacht) Man muss sagen, dass wir auch etwas Spielglück hatten. Wir wussten, dass Sontheim loslegen wird wie die Feuerwehr. Und das taten sie dann auch. In der zweiten Halbzeit waren wir dann aktiver.

Hätten Sie erwartet, dass vom FV Sontheim mehr kommt?

Ja und nein. In Sontheim ist die Zuschauerkulisse sensationell. Ich kann aber nachfühlen, dass der Druck für die jungen Spieler dann schon sehr groß ist. Das weiß ich noch aus meiner Zeit in Sontheim, als wir um den Aufstieg in die Landesliga gespielt haben. Ich hatte Respekt vor der Atmosphäre. Aber ja, insgesamt hätte in so einem Spiel mehr von Sontheim kommen müssen. Vielleicht hatten die Sontheimer auch noch das Hinspiel im Hinterkopf.

Auf eine gewisse Art und Weise war es für Sie auch eine Art Heimspiel?

Das schon. Mein Vater, der in Sontheim wohnt, war beim Spiel. Und meine Schwester mit meinem Schwager und ihrem Kind. Ich habe mich überhaupt mega auf Sontheim gefreut.

Aber, es war ihr vorerst letztes Spiel in Sontheim?

Ja, nach der Saison wechsle ich zum GSV Pleidesheim (Bezirk Enz/Murr), da meine Familie und ich nach Höpfigheim (Steinheim an der Murr) ziehen. Ich werde aber weiterhin in Schwäbisch Gmünd arbeiten.

Das letzte Spiel in Sontheim. Ein besonderes?

Auf jeden Fall. Ich war schon vor dem Spiel etwas wehmütig. Ich habe gemerkt, dass ich am Anfang gar nicht drin im Spiel gewesen bin. Trotzdem habe ich den letzten Auftritt genossen.

Und doch trafen Sie zum zwischenzeitlichen 2:0. Was haben Sie in dem Moment gedacht?

Ganz ehrlich: Konzentrier’ Dich und triff den Ball richtig! Ich wusste ja, dass der Querpass zu mir kommt.

Was werden Sie an den Spielen beim FV Sontheim vermissen?

Zumindest nicht den Platz. (lacht) Der ist so trocken, mein Fuß ist voller Blasen. Aber vielleicht bekomme ich die schneller, als andere.

Und nun verabschieden Sie sich mit der Meisterschaft von Germania Bargau?

Locker bleiben! Wir spielen am letzten Spieltag gegen Neuler. Die werden alles reinhauen. Aber klar, das wäre mega.

Wie geht’s am Ende aus?

Sontheim wird definitiv in Schwabsberg gewinnen. Nattheim wird auch siegen – und ich hoffe, dass wir auch unser letztes Spiel gewinnen. Ich bin demütig, würde mir das aber wünschen. Das wäre dann eine richtig gute Nummer.

Falls dies so kommen sollte, wäre Sontheim in der Relegation…

Ja, dann kämen einige harte Spiele auf sie zu. Von der Physis her ist Sontheim aber richtig gut. Und vielleicht ist ja dann Jonathan Mack wieder dabei. Er würde jeder Mannschaft fehlen. (beim 0:3 war fehlte Mack urlaubsbedingt)

Der 30. Spieltag steht in der Bezirksliga an

Am Samstag, 10. Juli, entscheidet sich das Titelrennen in der Bezirksliga (alle Partien um 15.30 Uhr). Der 1. FC Germania Bargau hat als Spitzenreiter 67 Punkte. Ein Unentschieden im Heimspiel gegen den TV Neuler würde zur Meisterschaft reichen. Der Tabellenzweite (64 Punkte) muss zur DJK Schwabsberg/Buch um den Torschützenkönig in spe, Fabian Ehrmann (33 Tore). Die punktgleiche TSG Nattheim hat die TSG Hofherrnweiler II zu Gast. Sontheim hat das bessere Torverhältnis.