Herren II: Aufstieg in die Kreisliga A3

08.06.2025

Herren II:

Bericht: Dominik Florian, Heidenheimer Zeitung

Bilder: Oliver Vogel, Heidenheimer Zeitung & privat, FV Sontheim

Aufstiegsparty mit Ansage: Der FV Sontheim/Brenz II stürmt furios in die Kreisliga A

Mit einem 9:0-Heimsieg gegen den AC Milan Heidenheim hat der FV Sontheim/Brenz II die Rückkehr in die Kreisliga A perfekt gemacht. Neben der großen Freude über die Meisterschaft gab es auch Abschiede mit großen Emotionen.

Auf dem Papier war es eine klare Angelegenheit: Tabellenführer FV Sontheim II empfing den Zwölften AC Milan Heidenheim. Doch unterschätzen wollte man den Gegner keinesfalls – vor allem nicht an einem Tag, der für Verein und Mannschaft historische Bedeutung hatte.

Der Rahmen stimmte: Rund um den Sontheimer Rasen war alles für einen Aufstiegssamstag angerichtet. Der Grill lief heiß, die Fans waren in Feierlaune, und auch für Trainer Jens Wiedenmann stand das große Finale an. Es war sein letztes Spiel an der Seitenlinie. Als Abschiedsgeschenk sollte es der Aufstieg werden. Dass am Ende ein 9:0-Kantersieg heraussprang, übertraf selbst optimistische Erwartungen.

Die Zweite der Sontheimer macht bereits in der Anfangsviertelstunde alles klar

Die Sontheimer starteten furios. Bereits in der zweiten Minute eröffnete Routinier Steven Färber den Torreigen – sein 17. Saisontreffer. Keine 60 Sekunden später traf Daniel Straub, und Caner Otabasi legte mit einem Doppelschlag nach. Nach nur sieben Minuten stand es 4:0 – ein Traumstart für die Hausherren. Danach stabilisierte sich der Gast kurzzeitig, ehe Hans Dörner in der 35. Minute auf 5:0 erhöhte. Der Drops war gelutscht, und Wiedenmann nutzte die Gelegenheit zum Durchwechseln.

Trotz des Rückstands steckte der AC Milan nie auf, konnte dem Tempo des Spitzenreiters aber kaum etwas entgegensetzen. In der zweiten Hälfte sorgten Elias Oberling, Thomas Mack (2) und Sebastian Mayer für den 9:0-Endstand. Der Aufstieg war perfekt – und die Party begann. Knapp 300 Zuschauer verwandelten den Sportplatz in ein Tollhaus. Spieler, Trainer und Fans lagen sich in den Armen. Bierduschen, Pyrotechnik und laute Gesänge begleiteten die emotionale Aufstiegszeremonie. Aufstiegsmützen wurden verteilt, im Kreis wurde gefeiert – ausgelassen und voller Erleichterung.

„Jetzt wird richtig gefeiert“: Trainer Jens Wiedenmann und Abwehrchef Michael Gansloser sagen Servus

Auch der Gegner zeigte Größe: Der AC Milan stellte sich nach dem Abpfiff in Reihe auf, applaudierte und gratulierte fair zum Aufstieg – eine Szene mit Gänsehautgarantie und keineswegs selbstverständlich. Emotional war auch der Abschied von Trainer Jens Wiedenmann. „Es war ein schöner Zweikampf dieses Jahr, aber wir haben einfach eine geile Truppe und haben es auf jeden Fall verdient hoch zu gehen“, sagte er erleichtert. Der 47-Jährige, der künftig Roland Häge in der sportlichen Leitung unterstützt, sprach offen über den Druck vor dem Spiel: „Wenn es heute nicht geklappt hätte, wäre es hart gewesen. Aber jetzt wird richtig gefeiert – am Dienstag habe ich Urlaub.“ Für ihn war es der perfekte Ausstand. Statt Sekt gab’s allerdings eine Ladung Eiswasser aus der Physiobox.

Mit Michael Gansloser verabschiedete sich ein weiterer Sontheimer Routinier – allerdings als Spieler. Der 39-jährige Abwehrchef blickte zufrieden zurück: „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Es wurde zum Schluss nochmal eng, aber über die ganze Saison gesehen war es verdient.“ Vom Fußball will er sich aber nicht ganz verabschieden: „Die AH braucht ja schließlich auch noch gute Leute“, sagte er schmunzelnd. Für den Abend kündigte er „Halligalli“ an.

Nach der Wimpelübergabe folgt die große Party

Nicht ganz Schluss ist dagegen für Vereinsikone Steven Färber. Der 39-jährige Offensivspieler will weitermachen – solange es geht. „Es macht einfach Spaß mit den Jungen“, so Färber. „Vor den Spielen fühle ich mich top, aber nach den Spielen sieht’s meist anders aus“, lachte er. Auch beim Feiern zeigte er sich angriffslustig: „Wir fangen gemütlich an und lassen uns treiben.“ Der Aufstieg sei ein weiterer Höhepunkt seiner langen Laufbahn: „Jeder Aufstieg war besonders. Wir haben einen tollen Zusammenhalt, eine geile Truppe. Anders geht’s nicht.“

Mit diesen Worten ging die Mannschaft in den verdienten Feiermodus über. Nach der offiziellen Wimpelübergabe gab es kein Halten mehr – die Rückkehr in die Kreisliga A war vollbracht. Zwei Jahre nach dem Abstieg ist Sontheims Reserve zurück – eindrucksvoll und verdient.

 

Herren I / II: Vorbericht auf das letzte Saisonspiel 2024/2025

06.06.2025

Herren I / II:

Bericht: Thomas Jentscher, Heidenheimer Zeitung

Erste und zweite Mannschaft können aufsteigen: Fußball-Feiertag in Sontheim?

Was für ein Finale bei den Fußballern im Kreis: Der letzte Spieltag an Pfingstsamstag bringt noch jede Menge Entscheidungen mit sich – und er könnte in Sontheim/Brenz zum großen Feiertag werden.

Denn die Bezirksligafußballer haben die dicke Chance, nach drei Jahren Bezirksliga wieder in die Landesliga aufzusteigen. Lange Zeit lieferten sich der FV, der SV Neresheim und die SG Heldenfingen/Heuchlingen einen Dreikampf, in dem der Landesligaabsteiger vom Härtsfeld die besten Karten zu haben schien.

Doch die Mannschaft von Trainer Sebastian Knäulein übernahm am vorletzten Spieltag mit dem 5:1-Sieg in Fleinheim und dank der Neresheimer Niederlage gegen Tannhausen die Tabellenführung. Ein Schritt ist noch zu gehen, dabei reicht Sontheimern (62 Punkte/+ 48 Tore) am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach dank des guten Torverhältnisses aller Voraussicht ein Unentschieden, um vor Neresheim (60/+21) zu bleiben.

Manchmal ist der letzte Schritt der schwerste, aber Knäulein zeigt sich optimistisch: „Wir müssen einfach die Leistung abrufen, die wir das ganze Jahr gezeigt haben, dann packen wir es auch. Es gibt keinen Grund, nervös zu sein.“ Hofherrnweilers zweite Mannschaft, die erste belegt Rang sechs in der Verbandsliga, steht im Niemandsland der Tabelle, allerdings sollte das Hinspiel den Sontheimern Warnung sein, denn da kassierte der FV auswärts eine 1:3-Niederlage. „Da waren viele individuelle Fehler dabei, die wollen wir morgen nicht machen. Hofherrnweiler hat auf dem heimischen Kunstrasenplatz auch immer einen kleinen Vorteil“, sagt Knäulein.

Wenn es klappt, dann bedeutet die Landesliga natürlich wieder eine große Herausforderung für die Sontheimer. „Im Moment will ich mir noch gar nicht so viele Gedanken machen. Auf jeden Fall werden wir mit allem um den Klassenerhalt kämpfen und es ist ja unser Ziel, uns immer gegen Bessere zu messen“, sagt der Trainer, der schon für die nächste Saison bereits zugesagt hat.

Sontheim II kann vorangehen

Vorher würde aber erst einmal ausgiebig gefeiert werden, und das am besten zusammen mit der zweiten Mannschaft. Denn die kann in der Schlussrunde der Kreisliga B4 ebenfalls Meisterschaft und Aufstieg perfekt machen. Die Sontheimer stehen punktgleich mit dem VfL Gerstetten an der Spitze und haben trotz schlechterem Torverhältnis die Nase vorn. Der Grund: In dieser Spielklasse entscheidet im ganzen Verbandsgebiet nicht das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich und den gewann die „Zweite“ des FV durch ein 4:0 und ein 1:1 gegen Gerstetten.

Zu dieser Regelung kam es, da das Torverhältnis in dieser Liga, in der viele zweite Mannschaften am Start sind, oft kein realistisches Bild widerspiegelt. Eine Verzerrung entsteht vor allem, wenn Teams nicht antreten, das Spiel dann mit 3:0 gewertet wird, die Siegermannschaft aber bei einer Austragung vermutlich deutlich höher gewonnen hätte.

Auch Sontheim II muss noch den letzten Schritt gehen, ein Heimsieg über den Tabellenzwölften AC Milan sollte aber nicht allzu schwerfallen. Das Spiel am Samstag beginnt um 13.30 Uhr, könnte also die Einstimmung für den folgenden Knüller der Bezirksligamannschaft bilden. „Wir werden rechtzeitig da sein und die Jungs unterstützen. Für uns als Verein ist es ungeheuer wichtig, dass die Zweite wieder in der Kreisliga A vertreten ist“, so Knäulein.

Herren I: Update zur Verletzung von unserem Kapitän Jorgo Kentiridis

03.06.2026

Herren I:

Bericht: Amon Maier, Heidenheimer Zeitung

Bild: privat, FV Sontheim

Sontheims Kapitän Jorgo Kentiridis: „Als der Knochen sichtbar war, wussten wir um die Schwere der Verletzung“

Nicht schon wieder! Im Titelrennen müssen die Fußballer des FV Sontheim auf Jorgo Kentiridis verzichten. Wie kurios der Kapitän mit seiner Verletzung nach dem Topspiel bei der SG Heldenfingen/Heuchlingen umging und was er jetzt hofft:

Wohl kein Sportler im Landkreis Heidenheim ist so sehr vom Verletzungspech verfolgt wie Jorgo Kentiridis. Der Kapitän des Fußball-Bezirksligisten FV Sontheim gilt als einer der Topspieler der Liga, musste in den vergangenen Jahren aber immer wieder länger pausieren. Kentiridis laborierte jahrelang an einer Schambeinentzündung, ehe ihn im vergangenen Jahr eine Ellbogenverletzung außer Gefecht setzte.

In der laufenden Spielzeit lief für den Mittelspieler zunächst alles perfekt. „Ich konnte selbst nicht glauben, dass ich diese Saison so viele Spiele machen konnte“, sagt Kentiridis. Der 29-Jährige fehlte bis zur Partie bei der SG Heldenfingen/Heuchlingen am 27. Spieltag lediglich zweimal. „Die einzigen Spiele, bei denen ich nicht dabei sein konnte, kamen durch eine Sperre nach einer Gelb-Roten Karte und meinen Urlaub zustande. Ansonsten habe ich fast immer durchgespielt“, erklärt der Herbrechtinger.

Am besagten Spieltag in Heldenfingen kam es zu Beginn der zweiten Halbzeit zu einem folgenschweren Zweikampf. „Ich habe den Ball mit dem Kopf mitgenommen und dann einen Schubser von hinten gekriegt. Dadurch bin ich unglücklich auf meine linke Schulter gestürzt“, erinnert sich Kentiridis. „Zunächst dachte ich, dass es nicht so schlimm ist und wollte die Stelle nur etwas kühlen, um direkt weiterspielen zu können. Dann habe ich aber gemerkt, dass etwas nicht stimmt, und unser Co-Trainer hat sich die Schulter noch einmal angeschaut. Als da der Knochen sichtbar war, wussten wir alle um die Schwere der Verletzung.“

Kentiridis wurde in der 59. Minute ausgewechselt und machte sich daraufhin sofort auf den Weg ins Krankenhaus. Die erste „Aufmunterung“ von seinem Team gab’s aber bereits am Platz: Den Sontheimern gelang der 3:2-Siegtreffer. „Ich konnte noch mit den Jungs jubeln, bevor es für mich ins Krankenhaus ging. Auf dem Weg dorthin habe ich dann immer wieder den Liveticker aktualisiert und war sehr froh über diesen wichtigen Sieg“, sagt Kentiridis. Für den Sontheimer Kapitän war es „mit Sicherheit ein kleiner Trost“.

Einige Tage später wurde die AC-Gelenksprengung in der Schulter (Akromioklavikular) operiert. (Das Schultereckgelenk verbindet zusammen mit dem Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk Rumpf und Arme). In der Fachsprache spricht man von einer AC-Gelenk-Stabilisierung (Tight-Rope). Mittels Knöpfen am Knochen und Fäden werden die Bänder wieder stabilisiert. Kentiridis muss jetzt aber knapp sechs Monate auf Kontaktsport verzichten, wie er sagt.

Kurios: Jorgo Kentiridis erlitt die Ellbogenverletzung, die ihn in der abgelaufenen Saison einige Wochen ausgeschaltet hatte, ebenfalls bei einem Spiel bei der SG Heldenfingen/Heuchlingen. Das war Anfang März 2024. „Da spiele ich nicht mehr“, sagt Kentiridis schmunzelnd.

Seine Teamkollegen haben nun die Chance, ihrem Kapitän seinen scherzhaft formulierten Wunsch zu erfüllen, indem sie in den letzten zwei verbliebenen Spieltagen den Aufstieg in die Landesliga klar machen. Schließlich ist Tabellenführer Neresheim nur einen Punkt entfernt. „Wir haben in dieser Saison viele Rückschläge durch Verletzungen hinnehmen müssen. Das hat uns nur noch enger zusammengeschweißt und jetzt will jeder im Team unbedingt Meister werden“, sagt Jorgo Kentiridis, der an der Seitenlinie mitfiebern wird.

Letztes Saisonspiel 2024/2025 - Gemeinsam alle in rot!

03.06.2025

Einer für alle und alle für einen
Am Samstag steht der letzte Spieltag der Saison 2024/25 auf dem Programm - Heimspiel auf unserem Hülenberg!
u.a. Barbetrieb, Grillwurst, Steak & Pommes. Meisterehrungen unserer Jugendmannschaften, sowie Spielerehrungen und Verabschiedungen.
Alle in rot - Lasst uns gemeinsam Geschichte schreiben!