Bezirksliga: Vorschau auf das Derby in Heldenfingen

17.03.2023

Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung

Herren I:

Sontheims Trainer Sebastian Knäulein verweist auf Lothar Matthäus

Liegt da eine besondere Würze drin? Das Hinspiel zwischen der SG Heldenfingen/Heuchlingen und dem FV Sontheim in der Fußball-Bezirksliga hatte ein Nachspiel vor dem Sportgericht. Was beide Trainer vor dem Rückspiel am Sonntag sagen:

Derbys sind immer etwas Besonderes. Doch das Spiel zwischen der SG Heldenfingen/Heuchlingen und dem FV Sontheim am Sonntag, 19. März (15 Uhr, Heuchlingen), ist dann doch einen Tick spezieller. In der Hinrunde setzten sich die Sontheimer sportlich betrachtet mit 2:1 durch. Die Partie wurde vom Sportgericht aber mit 3:0 für die SG gewertet. Ein Sontheimer Spieler sei zwar grundsätzlich für den FV Sontheim spielberechtigt, allerdings nicht teilnahmeberechtigt für die betreffende Partie gewesen, stellte das Gericht klar.

Sieg weg – und auch die Tabellenführung weg. Mit diesen drei Punkten wäre der FVS zumindest aktuell Spitzenreiter der Bezirksliga. „In dem Moment hat es uns gewurmt. Aber das Thema ist durch, wir blenden es aus“, erklärt Sebastian Knäulein und scherzt: „Um mal den alten Philosophen Lothar Matthäus zu zitieren: Wäre, wäre Fahrradkette.“ Der deutsche Rekordnationalspieler hatte den Spruch „Hätte, hätte – Fahrradkette“ irrtümlicherweise abgewandelt.

Elvir Arslanovic ragt bei SG Heldenfingen/Heuchlingen heraus

Den Fokus legt der Sontheimer Trainer auf die sportlichen Qualitäten des kommenden Gegners. „Sie stehen hinten sicher und haben gute Fußballer in der Offensive.“ Wobei mit Nico Hering ein Ausnahmespieler aufgrund eines Wadenbeinbruchs nun länger ausfällt. Knäulein sei überrascht gewesen, dass die SG Heldenfingen/Heuchlingen zu Beginn der Saison unten in der Tabelle stand. „Von ihrem aktuell fünften Platz bin ich dagegen nicht überrascht“, stellt der 41-Jährige klar und nennt mit Elvir Arslanovic einen Anker der SG. „Ich weiß um seine Qualitäten“, sagt Knäulein über den 21-Jährigen, der in der Winterpause der vergangenen Saison von Sontheim zu Heldenfingen/Heuchlingen gewechselt war.

Auch SG-Trainer Daniel Mack trug einst das Sontheimer Trikot. Und das sogar zehneinhalb Jahre lang. „Die Sontheimer Sachen hängen bei mir zu Hause. Unser erstes Meisterbuch, Trikots, Meisterschal“, erzählt der 41-Jährige. Und obwohl es gegen seinen ehemaligen Verein geht, sei für ihn die Partie „ein ganz normales Spiel“, sagt Mack. Dabei erinnert sich der Coach auch ans Hinspiel. „Es gab Stimmen, dass ich mich da aufgeführt hätte und das Thema mit dem Einspruch gegen die Wertung ins Rollen gebracht hätte. Das war aber nicht so“, sagt Mack.

Daniel Mack: Kader des FV Sontheim der beste der Bezirksliga

Und er schiebt die Favoritenrolle ganz klar den Gästen zu. „Mit der Qualität des Kaders steht Sontheim in der Tabelle schlechter da, als sie es sind. Sie müssen aufsteigen, da gibt es keine Ausreden“, so Mack. Der Sontheimer Kader sei der beste der Bezirksliga und damit der FVS ein klarer Meisterschaftsfavorit.

Sontheim ein Topfavorit mit einem Kader für die Landesliga? Das hört Sebastian Knäulein nicht zum ersten Mal. Der Sontheimer Trainer sagt aber: „Auf dem Papier her könnte es so aussehen. Aber uns fehlen vier, fünf Leistungsträger aufgrund von Verletzungen.“ So fehlen Fabian Matuschek (Knieprobleme), Mario Laubmeier (Hüftprobleme) oder Jorgo Kentiridis schon länger. „Wir befinden uns mitten im Umbruch“, betont Knäulein. Dafür zeige das junge Team aber – bis auf ein paar Durchhänger – konstant gute Leistungen.