Vorschau: Saisonstart in der Bezirksliga

14.08.2024

Herren I:

Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung

Bild: Markus Brandhuber, Heidenheimer Zeitung

Darum könnte der FV Sontheim wieder den Sprung in die Landesliga schaffen:

Sie werden es wieder versuchen! In der Fußball-Bezirksliga gehört der FV Sontheim zu den Topteams. Doch in der kommenden Saison könnte es zu mehr reichen. Welche Gründe dafürsprechen und warum es eine große Gefahr gibt:

Landesliga! Muss das sein? Die Erfahrung zeigt, dass Mannschaften, die aus der Bezirksliga Ostwürttemberg in die Landesliga aufsteigen, es dort sehr schwer haben. So ereilte den Bezirksligameister der Saison 2022/23, den 1. FC Germania Bargau, der sofortige Wiederabstieg. Zu stark ist die Konkurrenz vor allem aus dem Stuttgarter Raum. Und doch, welches Team träumt nicht von einer Meisterschaft und einem Aufstieg?

Der FV Sontheim war mehrmals in der Landesliga dabei, nach der Saison 2021/22 ging’s aber zurück in die Bezirksliga. Und in dieser belegte die Mannschaft von Trainer Sebastian Knäulein in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils den dritten Tabellenplatz. Auch in der kommenden Saison möchten die Sontheimer „wieder oben mitspielen“, wie Knäulein es vorsichtig formuliert. Erneut soll am Ende ein Platz unter den Top vier herausspringen.

Oder geht da mehr? Womöglich schon, denn der FV Sontheim hat die beste Saison-Vorbereitung hinter sich, seitdem Knäulein Trainer ist, wie der 43-Jährige erklärt. Nur während der Hochphase der Coronavirus-Pandemie sei es vielleicht noch besser gewesen, da damals niemand in den Urlaub gehen konnte. Bis auf den noch angeschlagenen Elias Oberling gab es keine neuen Verletzten.

Zudem ist mit Jorgo Kentiridis eine lange Zeit verletzter Leistungsträger wieder fest dabei. Der 24-Jährige traf zum Beispiel im Freundschaftsspiel des FV Sontheim gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Heidenheim zum zwischenzeitlichen 3:2. Auch bei Tobias Hörger, der fast die gesamte letzte Saison ausgefallen war, gibt es gute Anzeichen auf ein Comeback in der Hinrunde. Mit Rene Färber kehrt ein weiterer Spieler zurück, der lange verletzungsbedingt passen musste. „Mit seiner Erfahrung und seinem Können wird er uns weiterhelfen. Aber es wird eine Weile dauern“, tritt Trainer Knäulein hier auf die Euphoriebremse.

Mit Florian Löffler hat Knäulein einen neuen Co-Trainer an der Seite. „Wir kennen uns gut und Flo kennt viele Spieler aus der A-Jugend“, erzählt der Sontheimer Chefcoach. Löffler wiederum hatte lange Zeit die A-Junioren betreut.

Ansonsten wurde der Kader punktuell verstärkt. Mit Bernhard Rembold kommt ein Spieler „im besten Fußballeralter“ vom FC Gundelfingen II. Knäulein lobt dessen Präsenz und den Zug zum Tor. Rembold sei so eine Art Stürmer, den der FV Sontheim bislang nicht hatte. Vom FC Stätzling (U19, Bayernliga) kommt mit Lenart Grantolli ein vielversprechendes Talent. Zudem kehrt Dennis Böhm vom FC Günzburg zurück. Ein Linksfuß für eine Mannschaft, die kaum Linksfüße hat. Starke Ansätze im zentralen, offensiven Mittelfeld hat bislang Matthias Schnürch gezeigt, der allerdings bereits in der Rückrunde der abgelaufenen Saison als A-Jugendlicher im ersten Team zum Einsatz kam.

Auf dieser Position gilt es, Jonathan Mack zu ersetzen. Der 29-Jährige hat bewusst seine Karriere. Gelingt es dem FV Sontheim, den langjährigen Leistungsträger adäquat zu ersetzen, könnte dieses Mal der erste oder zweite Tabellenplatz winken.

Sebastian Knäulein sieht ansonsten die üblichen Verdächtigen oben mitspielen: Nattheim, Unterkochen, Nersheim und Bargau. „Und irgendeine Überraschungs-Mannschaft wird auch dieses Mal wieder dabei sein“, ist der 43-Jährige überzeugt.

Vorschau 2. Runde Bezirkspokal

13.08.2024

Herren I / II:

Es geht Schlag auf Schlag. Nachdem unsere beiden Teams die erste Runde des Bezirkspokals jeweils erfolgreich absolviert haben, steht nun auch schon die 2. Runde an. Unser Bezirksliga-Team trifft auswärts auf den Liga-Konkurrenten SF Dorfmerkingen II. Für unsere "Zweite" heißt es Heimspiel - wir freuen uns auf viele Zuschauer und zahlreiche Unterstützung unserer Teams. Zum Pokal-Heimspiel unserer "Zweiten" ist unser Kiosk geöffnet - schaut gerne auf ein Feierabendbier vorbei.

Ergebnisse 1. Runde Bezirkspokal

12.08.2024

Herren I / II:

TSG Schnaitheim I - FV Sontheim I 2:4 (2:1)

Tore: 2x Tim Urban, je 1x Matthias Schnürch und Bernhard Rembold

Nachdem unsere Jungs bei hochsommerlichen Temperaturen im ersten Spielabschnitt eher zähe Fußballkost geboten hatten und zweimal in Rückstand gerieten, lief die zweite Halbzeit deutlich besser und am Ende stand ein 2:4-Auswärtssieg in der ersten Runde im Bezirkspokal und zugleich ersten Pflichtspiel der Saison 2024/25 zu Buche.

 

TSG Schnaitheim II - FV Sontheim II 0:3 § Sonderwertung

Unsere "Zweite" gewann die erste Runde im Bezirkspokal am grünen Tisch, nachdem die TSG Schnaitheim aufgrund von Spielermangel die Partie nicht bestreiten konnte.

Ersatzweise bestritten unsere Jungs ein weiteres Testspiel beim Bezirksligist SG Heldenfingen/Heuchlingen. Nach einer starken ersten Halbzeit führten unsere Jungs durch die Tore von Jonas Horsch und Sven Seiler zur Pause mit 0:2. In der zweiten Hälfte zeigten die Gastgeber ein anderes Gesicht und gewannen am Ende mit 7:3. Das Tor für den FVS im zweiten Spielabschnitt erzielte Arthur Braulik.

Comeback bei Tobi Hörger steht kurz bevor

09.08.2024

Herren I:

Bericht: Edgar Deibert, Heidenheimer Zeitung

Bilder: Markus Brandhuber, Heidenheimer zeitung

Bald ist er wieder da! Tobias Hörger fiel fast ein Jahr lang beim Fußball-Bezirksligisten FV Sontheim aus. Was den 28-Jährigen außer Gefecht gesetzt hatte, wieso er Mitspieler Edis Yoldas dankt und wie die aktuelle Situation ist:

Zu gerne wäre er im Freundschaftsspiel gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Heidenheim für den FV Sontheim aufgelaufen und sich womöglich mit Marc Schnatterer Laufduelle geliefert. Mit 299 Spielen für den FVS hätte Tobias Hörger im Sontheimer Kader gestanden. Allerdings kam dem 28-Jährigen an dem Wochenende zum einen ein Junggesellenabschied dazwischen, zum anderen wäre ein Einsatz noch zu früh gewesen.

Hinter Hörger, der von Trainer Sebastian Knäulein als „absoluter Führungsspieler“ bezeichnet wird, liegt eine medizinische Odyssee. Im Sommer 2022 bekam er Probleme mit dem Knie, die er auf eine mögliche Überbelastung zurückführt. Fast ein Jahr lang spielte er unter Schmerzen, ehe ihm August Edis Yoldas bei einer lockeren Laufeinheit im Sommer 2023 ins Gewissen redete. „Wir kannten uns ja da noch nicht so gut, Yolz (Spitzname von Yoldas) war ja erst neu dabei bei uns, aber er hat mir den Anstoß von außen gegeben, mich richtig untersuchen zu lassen“, erinnert sich Hörger.

Anfangs wurde ein Knorpelschaden vermutet, das Hauptproblem war aber eine Verletzung, die einst auch Weltmeister Bastian Schweinsteiger umtrieb: ein Patellaspitzensyndrom. Tobias Hörger suchte viele Ärzte auf, versuchte es mit einer Stoßwellen- und einer Eigenbluttherapie. Nichts konnte ihm helfen. Fast schon aus purer Verzweiflung, wie er sagt, suchte er Anfang 2024 auf Instagram nach dem Begriff Patellasyndrom – und wurde auf einer Seite eines Trainers fündig. Dieser empfahl exzentrisches Training. Während einer exzentrischen Phase einer Krafttrainingsübung wird ein Muskel unter Belastung gestreckt, um in seine Ausgangsposition zurückzukehren (der Muskel geht auf).

Hörger profitierte davon deutlich und hatte im letzten Heimspiel der vergangenen Saison im Juni 2024 sogar einen achtminütigen Kurzeinsatz. Allerdings hatte er bereits einen Operationstermin ausgemacht. „Klar, manche haben sich gewundert, warum jetzt doch die OP ansteht. Aber das Knie soll ja nachhaltig besser werden“, erklärt er. Bei einem neuen Verfahren („Tenex Health“) wurde ein nur kleiner Schnitt am Knie vorgenommen. Über einen Stab wurden anschließend Ultraschallwellen an die betroffene Stelle gesendet. Das kaputte Gewebe im Knie wurde auf diese Weise abgelöst (es regiert auf eine bestimmte Wellenlänge) und mittels eines Schlauchs abgesaugt.

Anfang Juni konnte Hörger bereits Fahrradfahren, zudem ging es ins Fitnessstudio. Zuletzt war er auch wieder im Mannschaftstraining und konnte bestimmte Passübungen oder Spielformen mitmachen. „Allerdings muss ich aufpassen, da sich das Knie schon noch meldet“, sagt er. Es sei ein schmaler Grat zwischen richtiger Be- und Überbelastung.

Auf ein konkretes Ziel für sein Comeback möchte er sich nicht mehr festlegen. „Anfangs habe ich das gemacht und mir zum Beispiel einen Zeitraum von acht Wochen gesetzt. Und als es nicht geklappt hat, war ich frustriert“, erklärt Tobias Hörger. Allerdings hofft er, in der Hinrunde der neuen Saison wieder für den FV Sontheim auflaufen zu können. „Ich weiß aber nicht, ob ich an das Leistungsniveau von früher anknüpfen kann“, sagt Hörger und schiebt einen Scherz nach: „Aber ich war ja nicht für meine Technik bekannt, sondern fürs Laufen.“

Mit dieser lockeren Art fehlt er natürlich auch in der Kabine. Auch deswegen freuen sich seine Mitspieler darauf, wenn Tobias Hörger sein Comeback in seinem 300. Spiel für den FV Sontheim feiern wird. „Das wäre schon etwas Besonderes“, sagt er selbst.